Melodyne plugin
Host-FAQ
Melodyne plugin arbeitet in Hosts, die die Schnittstellen VST, AU oder RTAS unterstützen. Manche Hosts haben spezielle Funktionen oder Eigenheiten, auf die sich die darin benutzten Plugins einstellen müssen. Die folgenden Abschnitte beschreiben die jeweiligen Besonderheiten und ihre Auswirkung auf das Zusammenspiel mit Melodyne plugin.
Bitte beachten Sie: Melodyne plugin ist ein veraltetes Produkt, seine Weiterentwicklung haben wir eingestellt. Daher testen wir die Kompatibilität auch nicht länger mit aktuelleren DAWs. Wir empfehlen ein Upgrade Ihrer Melodyne-Software.
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Logic Pro
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[Stilles Audio]
Ältere Versionen von Logic Pro (vor 8.0.2) berechnen das Audiosignal der eingesetzten Plugins nur an Stellen, an denen auf der Host-Spur Audiomaterial liegt. So kann es vorkommen, dass Sie Teile des Audiomaterials im Plugin an Stellen schieben, unter denen auf der Originalspur kein Audiomaterial liegt und Logic deshalb das Ausgangssignal von Melodyne plugin abschaltet. Es gibt aber eine einfache Lösung, dieses Problem zu umgehen: Platzieren Sie „stilles Audio“ auf der Host-Spur. Dieses erzeugen Sie am einfachsten, indem Sie den Locator-Bereich auf die geeignete Länge einstellen und den stumm geschalteten Stereoausgang bouncen.
[Timing-Versatz]
Mit Logic ab Version 8.0.2 kann es zu folgendem Problem kommen: Nach dem Transfer wird das Audiomaterial zu früh platziert (es klingt nicht nur zu früh, sondern sitzt auch an der falschen Stelle im Grid des Melodyne-Fensters). Das Problem entsteht nur, wenn gleichzeitig die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
1. Hinter Melodyne plugin sind weitere Plugins eingefügt (um deren Gesamtlatenz sich das Audiomaterial verschiebt)
2. Der Transfer wurde in dieser Reihenfolge ausgelöst: erst Transfer in Melodyne plugin aktivieren, dann Start in Logic betätigen
Das Problem lässt sich dadurch vermeiden, dass eine der genannten Bedingungen geändert wird:
• Entweder durch Bypass aller nachgeschalteten Plugins
• Oder durch einen leicht veränderten Worklflow: erst Start in Logic betätigen, dann den Transfer in Melodyne plugin auslösen (sozusagen ein "Punch In" in den Transfer).
[Taktarten]
Logic Pro vor Version 9 sendet leider keine Taktartwechsel-Informationen an seine Plugins. Daher kann es passieren, dass die Taktlineale von Melodyne plugin und Logic unterschiedliche Taktarten anzeigen, was zu einer irritierenden Darstellung führt. Dies ist aber lediglich ein optisches Problem, kein akustisches, denn die korrekte Audioausgabe ist davon ebenso wenig betroffen wie die Quantisierung.
[Taktarten – falsches Tempo]
Nur ältere Versionen von Logic Pro (vor 8.0.2): Bitte vermeiden Sie Taktarten, die im Nenner keine Viertel haben, denn dann sendet Logic falsche Tempo-Informationen und Melodyne plugin läuft zu schnell bzw. zu langsam. Wenn Sie in einem bestehenden Song auf solche Taktarten treffen, gehen Sie wie folgt vor:
• Entfernen Sie Melodyne plugin aus dem Kanalzug von Logic
• Entfernen Sie alle Taktartwechsel im Verlauf des Logic-Songs
• Setzen Sie in Takt 1 bewusst eine "falsche" Taktart (z. B. 4/8) und schalten sie dann um auf 4/4. (Dies mag unnötig erscheinen, doch wenn Sie diesen Schritt auslassen – etwa weil Logic automatisch in Takt 1 auf 4/4 umgestellt hat – kann es dennoch vorkommen, dass Logic weiterhin falsche Tempo-Informationen sendet.)
• Fügen Sie Melodyne plugin wieder im Kanalzug ein und starten Sie den Transfer
[mute und solo]
Ab Logic 8.0.2:
Melodyne plugin spielt auch dann sein Audiosignal ab, wenn die an dieser Stelle im Arrangement liegende Audio-Region stumm geschaltet (mute) wurde. Während dieses Verhalten damit so ist wie in allen anderen gängigen Hosts, ist es doch für User älterer Logic-Versionen zunächst ungewohnt. Außerdem hat es Auswirkungen an anderer Stelle: Die Audiosignale aller verwendeten Melodyne-plugin-Instanzen hören Sie auch ungeachtet dessen, ob bestimmte Regionen in Solo (oder Global Solo) genommen wurden. Um Melodyne plugin dennoch stumm zu schalten oder in Solo zu hören, müssen daher die entsprechenden Taster im Kanalzug betätigt werden.
Statt der Kanalzug-Taster können auch die Taster in der Spurliste verwendet werden, allerdings müssen sie zuvor entsprechend konfiguriert werden:
Gehen Sie zu Einstellungen > Audio > Allgemein. Im Feld Spur-Mute/Solo gibt es zwei Einstellmöglichkeiten:
• Geringere CPU-Auslastung (Langsame Ansprechzeit): Hiermit bewirken die Mute/Solo-Taster ein gleichzeitiges Stumm- bzw. Solo-Schalten aller Regionen innerhalb der Spur. Melodyne plugin wird davon NICHT beeinflusst.
• Schnell (Remote-Channel-Strips): Hiermit übernehmen die Mute/Solo-Taster der Spur exakt die Wirkung der entsprechenden Kanalzug-Taster; sie wirken sich somit auf Melodyne plugin aus.
Logic 7.x
Wenn Sie Melodyne plugin auf einer Instrumenten-Spur eingefügt haben, spielt es auch dann sein Audiosignal ab, wenn die Spur im Arrangement stumm geschaltet (mute) wird. Der Hintergrund: An dieser Stelle unterdrückt der Mute-Taster in Logic nur die Ausgabe der MIDI-Noten; der Audiokanal ist aber noch „offen“ und das Plugin bleibt also hörbar. Verwenden Sie hingegen den Mute-Schalter im Kanalzug des Mixers, schalten Sie Melodyne plugin stumm.
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Pro Tools
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[RTAS Processors nur Pro Tools LE/HD/MP bis 7.2]
Um Transferprobleme in älteren Pro-Tools-Versionen zu vermeiden, wählen Sie folgende Einstellung: Setup > Playback Engine > RTAS Processors > 1 Processor
Seit der Pro-Tools-Version 7.3 können Sie jede beliebige Anzahl von RTAS-Prozessoren nutzen, sofern es Ihre Hardware erlaubt.
[MP3-Export]
Beim MP3-Export von Audiodateien kann es zu einem Crash mit der Fehlermeldung Set ENV Var KMP_Duplicate_Lib_ok = True kommen. Dann gehen Sie wie folgt vor:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz und wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
- Öffnen Sie im Fenster Systemeigenschaften den Reiter Erweitert und wählen Sie Umgebungsvariablen.
- Wählen Sie im Bereich Benutzervariablen den Eintrag Neu.
- Geben Sie als Namen der Variablen ein: KMP_DUPLICATE_LIB_OK
- Tragen Sie in das Feld Wert der Variablen ein: TRUE
- Klicken Sie OK, um das Fenster Neue Benutzervariable zu schließen. Klicken Sie nochmals OK, um die Bereiche Umgebungsvariablen und dann Systemeigenschaften zu schließen.
- Starten Sie Pro Tools neu.
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Live
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[Session-Ansicht]
Melodyne plugin scheint manchmal an falschen Stellen zu spielen, wenn Sie sich in der Session-Ansicht von Live befinden. Dies liegt am speziellen Umgang von Live mit der Zeit: Die Clips in der Session-Ansicht repräsentieren kleinere Loops innerhalb der linear ablaufenden Arrangement-Zeit in Live. Vom Arrangement erhält auch Melodyne plugin seine Zeitinformationen, doch die in den Clips gebildeten Schleifen werden ihm nicht mitgeteilt. Vereinfacht dargestellt sieht das so aus:
Arrangement-Zeit
-------------------------------------------------->
Melodyne-plugin-Zeit
-------------------------------------------------->
Session-Clip-Zeit
<-----><-----><-----><-----><-----><----->
Während der Clip noch in der Schleife läuft, ist Melodyne plugin längst darüber hinaus. Will man Melodyne plugin dennoch mit Clips in der Session-Ansicht nutzen, muss man den globalen (Arrangement-)Loop von Live aktivieren und auf die Länge desjenigen Clips stellen, den man in der Session-Ansicht mit dem Plugin bearbeiten möchte. Dann entspricht der Loop der linearen Zeit (also auch der Zeit von Melodyne plugin) dem Loop des zu bearbeitenden Clips:
Arrangement-Zeit
-------------------------------------------------->
Melodyne-plugin-Zeit
<-----><-----><-----><-----><-----><----->
Session-Clip-Zeit
<-----><-----><-----><-----><-----><----->
Es ist also empfehlenswert, Melodyne plugin insbesondere dann einzusetzen, wenn Sie in der Arrangement-Ansicht von Live arbeiten. Aber das würden Sie vermutlich ohnehin tun, wenn Sie Gesang oder andere Instrumente bearbeiten. Abgesehen davon bietet Live Ihnen komfortable Funktionen, um Clips in Bestandteile des Arrangements zu wandeln, sie dort mit Melodyne plugin zu verändern und dann erneut als Clips zu rendern.
[Taktartwechsel]
Melodyne plugin folgt nicht nur, wie gerade beschrieben, der Zeit, sondern auch dem Taktlineal des Live-Arrangements. An dieser Stelle kennt Live aber keine Taktartwechsel und so arbeitet auch Melodyne plugin immer mit einer gleichbleibenden Taktart. Wenn Sie auf Ebene der Clips jedoch mit wechselnden Taktarten arbeiten und diese Clips ins Arrangement einfügen, kommt es zu einem optischen Versatz von gehörter und gesehener Taktart. Das Problem ist aber ein rein optisches die korrekte Audioausgabe und die Bearbeitungsfunktionen von Melodyne plugin, einschließlich der Quantisierung, sind davon nicht beeinträchtigt.
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Digital Performer
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[Run this instance in real-time]
DP 6.01: Stellen Sie sicher, dass die Funktionen Run this instance in real-time und Default to real-time aktiviert sind. Sie finden die entsprechenden Einstellmöglichkeiten im Pfeil-Ausklappmenü (Mini Menu) oben rechts im Rahmen des Plugin-Fensters.
DP 5.1: In älteren Versionen ist die Bezeichnung noch etwas anders. Stellen Sie hier sicher, dass die Funktion Always run in real-time aktiviert ist. Sie finden die entsprechende Einstellmöglichkeit im zweiten Reiter oben links im Rahmen des Plugin-Fensters.
[Stilles Audio]
In Digital Performer müssen Sie dieselben Fakten berücksichtigen wie oben bereits zu Logic beschrieben: Auch in Digital Performer werden Plugins nicht an Stellen berechnet, an denen kein Audiomaterial auf der Host-Spur liegt. Erzeugen Sie also auch hier „stilles Audio“ und platzieren Sie es durchgängig auf der Host-Spur.
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Sonar 7 & 8
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[Tempo-Based Effect]
Sie müssen Melodyne plugin als tempo-basierten Effekt konfigurieren. Dies geschieht unter Plug-In Manager > VST Audio Effects > Melodyne plugin > VST Plug-In Properties
[Track vs. Clip]
Melodyne plugin arbeitet als Track-Insert-Effekt. Der clip-basierte Einsatz und der Aufruf vom Process-Menü werden nicht unterstützt.
[Einstellen der Fenstergröße]
Wenn Sie die Fenstergröße in Melodyne plugin wie in der Anleitung beschrieben einstellen, hat dies (zunächst) keine Auswirkungen. Sie müssen diese Einstellungen zusätzlich im Plugin-Manager von Sonar wiederholen und anschließend das Plugin entfernen und wieder neu einfügen.
[Bypass]
Wenn Sie Melodyne plugin bei laufender Wiedergabe in Bypass und wieder zurück schalten, spielen Sonar und Melodyne plugin nicht mehr synchron. Sie müssen Sonar dann kurz stoppen und wieder starten.
[Vorzähler]
Wenn Sie mit eingeschaltetem Vorzähler aufnehmen, erklingen alle Instanzen von Melodyne plugin um exakt den Wert des Vorzählers versetzt zu den übrigen Spuren. Verzichten Sie also besser auf den automatischen Vorzähler und starten Sie die Aufnahme stattdessen etwas früher, indem Sie von Hand an eine entsprechende Stelle in der Timeline klicken.
[Timeline]
Wenn Sie bei laufendem Playback in die Timeline klicken, sendet Sonar diese Information unglücklicherweise nicht an seine Plugins. Die Folge: Sonar und Melodyne plugin spielen nicht mehr synchron. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Sonar stoppen, bevor Sie an eine andere Stelle des Songs springen.
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Samplitude/Sequoia (ab Version 10)
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[Dual-Prozessoren]
Deaktivieren Sie den Dual CPU Support unter Optionen > Systemoptionen > Performance.
[Rendering]
Beim Verwenden der Hybrid Engine (Optionen > Systemoptionen > Audio Setup) empfiehlt es sich, die Effekte permanent berechnen zu lassen. Die letzten drei Optionen unter Optionen > Systemoptionen > Performance sollten daher NICHT aktiviert sein.
[Plug-in Buffer]
Wählen Sie unter Optionen > Systemoptionen > Effekte > VST/DirectX/ReWire das Preset Forced ASIO Buffers (Hybrid).
[Crash]
Unter bestimmten Umständen kann es in Samplitude bzw. Sequoia zu einem Crash mit der Fehlermeldung Set ENV Var KMP_Duplicate_Lib_ok = True kommen. Dann gehen Sie wie folgt vor:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz und wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
- Öffnen Sie im Fenster Systemeigenschaften den Reiter Erweitert und wählen Sie hier Umgebungsvariablen > Systemvariablen > Neu.
- Als Namen geben Sie ein: KMP_DUPLICATE_LIB_OK, als Wert: TRUE.
- Klicken Sie in allen Fenstern OK und starten Sie Samplitude/Sequoia neu.
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UAD-1 oder andere Plugins mit hoher Latenz
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Das Einfügen eines UAD-Plugins führt zu einer deutlichen Latenz. Praktisch jeder Host kann das heutzutage kompensieren, indem er das am Eingang des Plugins anliegende Signal um einen entsprechenden Wert vorzieht. Auf diese Weise wird auch Melodyne plugin vorgezogen, wenn es vor dem UAD-Plugin eingefügt wird. So bleibt einerseits das Audiosignal perfekt im Timing, andererseits wird jedoch die Bildschirmdarstellung ebenfalls vorgezogen. Die Folge: Das Taktlineal von Melodyne plugin läuft vorweg, es erreicht die Blobs, bevor sie erklingen. Dieses Verhalten stellt sich auch bei anderen Plugins ein, auch wenn es bei der UAD- Karte besonders deutlich wird. Grundsätzlich gilt: Je mehr Plugins hinter Melodyne plugin eingefügt werden und je höher deren jeweilige Latenz ist, umso mehr „rutscht“ die Darstellung in Melodyne plugin nach vorne. Das Audiosignal von Melodyne plugin und die Präzision seiner Pitch- und Timing-Korrekturen werden davon aber nicht beeinträchtigt.



